Die meisten Paare beginnen ihre Ehe voller Hoffnung. Dann kommt das Leben: Rechnungen, Arbeit, Kinder, Müdigkeit, die kleinen Reibungen, wenn man jeden Tag mit einem anderen Menschen zusammenlebt. Nichts davon ist ein Zeichen, dass eine Ehe scheitert. Es ist einfach das Wetter, durch das jede Ehe geht. Die Frage ist nicht, ob Stürme kommen, sondern was Sie zusammenhält, wenn sie kommen.
„Einer mag überwältigt werden, aber zwei mögen widerstehen; und eine dreifältige Schnur reißt nicht leicht entzwei.“ (Prediger 4,12, Luther 1912)

Ein Seil aus zwei Strängen kann stark sein. Ein Seil aus drei Strängen reißt viel schwerer. Viele Christen sehen in diesem Vers ein Bild der Ehe: ein Mann, eine Frau und Gott, der in ihr gemeinsames Leben hineingewoben ist. Wenn Gott nur Gast bei der Hochzeit ist, hängt die Ehe an zwei müden Menschen. Wenn er der dritte Strang ist, schöpft die Ehe aus seiner Geduld, seiner Vergebung und seiner Treue.
Wie das im Alltag aussieht
Gott in der Mitte zu behalten, ist vor allem keine Frage großer Gesten. Es wächst aus kleinen, wiederholten Entscheidungen.
1. Beten Sie gemeinsam, auch wenn es kurz ist
Vielen Paaren fällt es schwer, laut miteinander zu beten. Beginnen Sie klein: ein Satz für jeden vor dem Schlafengehen. Danken Sie Gott für eine Sache an diesem Tag und bitten Sie ihn um Hilfe für eine Sache morgen. Mit der Zeit wird daraus das ehrlichste Gespräch, das Sie führen.
2. Lesen Sie gemeinsam ein paar Verse
Sie brauchen kein langes Bibelstudium. Ein kurzer Psalm beim Frühstück oder eine tägliche Andacht, die Sie beide lesen und zwei Minuten lang besprechen, schenkt Ihnen eine gemeinsame Sprache für Freude und Not.
3. Feiern Sie Gottesdienst in einer Gemeinde
Eine Ehe ist nicht dazu gedacht, allein zu stehen. Eine Gemeinde schenkt Ihnen Freunde, die für Sie beten, ältere Paare, die den Weg schon gegangen sind, und Lehre, die prägt, wie Sie miteinander umgehen.
4. Vergeben Sie schnell, wie Ihnen vergeben wurde
Gottes Vergebung für uns ist das Vorbild dafür, wie wir einander vergeben. Das heißt nicht, so zu tun, als wäre nichts geschehen. Es heißt, keine Liste zu führen, die man bei jedem Streit wieder hervorholt.
5. Dienen Sie gemeinsam
Paare, die gemeinsam anderen dienen, ob in der Gemeinde, in der Nachbarschaft oder in der Familie, erleben oft, dass ihre eigenen Probleme wieder die richtige Größe bekommen. Seite an Seite für andere da zu sein, stärkt die Freundschaft.
Wenn es scheint, als hielte nur ein Strang
Manchmal möchte ein Partner mehr beten oder öfter in die Gemeinde gehen als der andere. Benutzen Sie den Glauben nicht als Waffe. Leben Sie Ihre eigene Beziehung zu Gott ehrlich und sanft, beten Sie für Ihren Ehepartner und lassen Sie Freundlichkeit lauter sprechen als Druck. Gott kann durch ein stilles, treues Leben wirken.
Ein Schritt für diese Woche
Wählen Sie eine der fünf Gewohnheiten und probieren Sie sie sieben Tage lang aus. Sprechen Sie am Ende der Woche darüber, was sich verändert hat. Kleine Stränge, täglich verwoben, ergeben eine starke Schnur.
Zum Weiterlesen (auf Englisch)
- Spiritual Growth, Thriving Marriages
- 6 Ways to Make Your Marriage Last a Lifetime, Thriving Marriages


